II.1 Klassenarbeiten und Klausuren

Schriftliche Klassenarbeiten sind soweit möglich gleichmäßig auf die Schulhalbjahre zu verteilen, vorher rechtzeitig anzukündigen, in einem Zeitraum von bis zu drei Wochen zu korrigieren und zu benoten, zurückzugeben und zu besprechen. Vor der Rückgabe und Besprechung darf in demselben Fach keine neue Klassenarbeit geschrieben werden. Pro Tag darf insgesamt nur eine schriftliche Klassenarbeit geschrieben werden. In einer Woche (Mo – Fr)
sollen in der Sekundarstufe I nicht mehr als zwei Arbeiten angesetzt werden. Für die Sekundarstufe II gilt die Regelung, dass der einzelne Schüler nicht mehr als drei Klausuren pro Woche schreiben darf. Für Nachschreibetermine kann der Schulleiter Ausnahmen zulassen.

Eine Klassenarbeit ist nur nachzuholen oder durch eine in der Regel mündliche Prüfung zu ersetzen, wenn diese von dem Schüler aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen nicht erbracht werden konnte. Anderenfalls wird die fehlende Leistung wie eine ungenügende Leistung bewertet.

Die Anzahl der schriftlichen Arbeiten in der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II richtet sich nach den Vorgaben der jeweils gültigen Ausbildungs- und Prüfungsordnung und der auf dieser Grundlage erfolgten Festsetzung durch die Fachkonferenzen. In jeder Klassenstufe kann in jedem Fach eine Klassen- bzw. Kursarbeit durch eine Projektarbeit ersetzt werden.

In jedem Fach sind die Leistungen verschiedenen Anforderungsbereichen (AFB) gemäß den jeweiligen Lehrplänen zugeordnet. Diese AFB werden in schriftlichen Arbeiten angemessen berücksichtigt.

Klassenarbeiten in modernen Fremdsprachen können mündliche Anteile enthalten. Eine schriftliche Klassenarbeit in den modernen Fremdsprachen kann einmal pro Schuljahr durch eine gleichwertige Form der mündlichen Leistungsüberprüfung ersetzt werden.

Die Zuordnung der Bewertungseinheiten (Punkte) zu den Teilaufgaben soll in der Aufgabenstellung für die Schüler ersichtlich werden. Wenn mehrere Aufgaben zu bewerkstelligen sind, wird die Transparenz der Notengebung in allen Stufen durch eine Gewichtung in Form einer Punktzuordnung pro Aufgabe gewährleistet. Die Punkte-Noten-Relation wird auf angemessene Weise mitgeteilt.

Korrektur und Bewertung der Klassenarbeiten in der Sekundarstufe erfolgen unter Bezugnahme auf die in den schulinternen Curricula jeweils zugeordneten Kompetenzen und Fachinhalte. Dies kann entweder in Form von Beurteilungsbögen oder in Form eines Kommentars in Verbindung mit Randbemerkungen erfolgen Bei beiden Formen muss eine vergleichbare Differenziertheit und Zuordnung erreicht werden,. In der Oberstufe werden in der Regel Beurteilungsbögen analog zum Zentralabitur verwendet.