Schulentwicklung

Besonders bedeutsam wurde in den letzten Jahren der weitere Prozess der Schulentwicklung, der eine Vielfalt von Themenkomplexen enthält, von denen wir die wichtigsten kurz vorstellen möchten:

Unterrichtsentwicklung

Im Zentrum der Schulentwicklung stehen unsere Bemühungen, den Unterricht als Kernaufgabe von Schule weiter zu verbessern und insbesondere die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Diesem Ziel dienen die vielfältigen Angebote zur begabungsorientierten Förderung durch die Einrichtung von Wahlpflicht-Projektkursen in den Stufen 5-7 und in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe und die Vielzahl an klassen- und stufenübergreifenden Arbeitsgemeinschaften, die die künstlerischen, musikalischen, sportlichen, sprachlichen und naturwissenschaftlichen Interessen der Schülerinnen und Schüler aufgreifen. Auf der anderen Seite richten wir aber auch defizitorientierte Förderkurse und Förderstunden in allen Stufen unserer Schule ein, um Lernschwierigkeiten und Lernrückstände gezielt zu beheben. Wir haben in der Erprobungsstufe damit begonnen, spezielle Verfahren zur diagnosegestützten Förderung zu erproben, um den Leistungsstand des einzelnen Schülers präzise zu erfassen und individuelle Fördermaßnahmen zur Entwicklung des Leistungsstandes einzuleiten.

Diese Maßnahmen werden begleitet von dem verstärkten Einsatz binnendifferenzierender und handlungsorientierter Unterrichtsmethoden, die sich dem Anspruch verpflichtet fühlen, die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zum selbstständigen Lernen im Team zu entwickeln.

Schulentwicklungsgruppe

Bereits im Jahre 2009 konstituierte sich aus dem Kollegium eine Schulentwicklungsgruppe (SEG) am LLG, die seit Anfang 2010 um einige Eltern und Schülerinnen und Schüler als feste Mitglieder erweitert wurde. Zu Beginn dieses Schuljahres wurde die Schulentwicklungsgruppe für alle interessierten Kolleginnen und Kollegen, die bei Teilnahme an den Sitzungen volles Stimmrecht erhalten, geöffnet, um die Vernetzung der SEG mit dem Kollegium zu stärken. Die Schulentwicklungsgruppe hat sich zum festen Ziel gesetzt, den Schulentwicklungsprozess an unserer Schule zu steuern und zu moderieren.

Die SEG hat folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Ideen für den SE-Prozess initiieren, sammeln und entwickeln,
  • Schwerpunkte des SE-Prozesses formulieren und hierarchisieren,
  • den SE-Prozess strukturieren, organisieren und evaluieren sowie
  • Beschlussentwürfe für die Beschlussfassung in den zuständigen Mitwirkungsgremien vorbe­reiten.

Methodencurriculum

Außerdem beginnen wir im Schuljahr 2011/12 in der Stufe 5 mit der Umsetzung des Methodencurriculums in Form eines Methodenportfolios und werden am Ende des Schuljahres eine erste Evaluation durchführen. Das Methodencurriculum beinhaltetet grundlegende Arbeitstechniken (Arbeitszeit und Lernplanung, Informationen beschaffen und verarbeiten, Visualisieren und Präsentieren, Kommunizieren und Argumentieren), die im Laufe des Schuljahres von fest zugeordneten Fächern eingeführt, vertieft und angewendet werden.

Klassenleitungsstunde

Neben dem Methodencurriculum führen wir seit dem Schuljahr 2011/12 in der gesamten Erprobungsstufe ein neues Konzept zur Gestaltung der Klassenleitungsstunde ein, das am Ende Schuljahres evaluiert wird. Ein Schwerpunkt des Konzepts liegt dabei in der Erziehung der Schülerinnen und Schüler; die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer haben in der Klassenleitungsstunde vor allem auch die Möglichkeit, zeitnah Ereignisse und Entwicklungen in ihrer Klasse zu thematisieren, die die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler fördern können. Ähnlich wie beim Methodencurriculum ist das Klassenleitungskonzept curricular und modular aufgebaut, d.h. dass in den einzelnen Quartalen des Schuljahres feste Themenbereiche behandelt werden: z.B. Teamfähigkeit stärken, gesunde Ernährung in der Schule, Konfliktbewältigung in der Klasse, Vorbereitung von Schulfesten, Planung von Klassenfahrten, Verkehrserziehung und vieles mehr.

Vertretungskonzept

Des Weiteren beginnen wir im Schuljahr 2011/12 mit der Umsetzung eines neuen Vertretungskonzepts in den Klassen 5-9, das den ad-hoc-Vertretungsunterricht quartalsweise an vorbereitete Vertretungsmaterialien einzelner Fächer anbindet, um die Verbindlichkeit und fachliche Fundierung des Vertretungsunterrichts in Zukunft zu stärken.

Evaluation

Schulentwicklung bedarf der ständigen Überprüfung der eingeleiteten Maßnahmen, um zielgenau Modifikationen an pädagogischen Projekten und Konzepten mit dem Ziel der Optimierung unserer pädagogischen Arbeit vorzunehmen. Besonders wichtig ist uns die Evaluation des Ganztagsbetriebs und der pädagogischen Konzepte, die wir im Ganztag verwirklichen wollen: Wir haben ein dreistufiges Evaluationsverfahren entwickelt, das wir bereits im Laufe des Schuljahres 2010/11 in allen Klassen der Stufe 5 mit Eltern, Schülern und in der Stufe 5 unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrern durchgeführt haben. Wir werden dieses Evaluationsvorhaben im Schuljahr 2011/12 fortführen und auf die gesamte Erprobungsstufe ausdehnen. Die bisherigen Evaluationsergebnisse zeigen, dass unsere Pädagogischen Konzepte im Ganztag von der gesamten Schulgemeinde sehr positiv aufgenommen werden, so dass wir sehr optimistisch sind, dass die Schul-Mitwirkungsgremien den bisher eingeschlagenen Weg der Ganztagsentwicklung auch für die kommenden Schuljahre bestätigen werden.