Erst einmal muss das Eis gebrochen werden

Bei jeder Sitzung des Europäischen Jugendparlamentes findet zu Beginn ein gruppendynamisches Kommunikationstraining, auch Teambuilding genannt, statt. Im Anschluss an dieses „Training“ setzen sich die einzelnen Ausschüsse für die jeweiligen Gruppen des Oberthemas zusammen.

Um gut miteinander arbeiten zu können, muss man sich natürlich auch gut verstehen. Eine Schwierigkeit ist nicht nur, dass auf allen Sitzungen und in den Ausschüssen in englischer Sprache gesprochen wird, sondern auch, dass man sich noch nicht kennt. Man ist erst am LLG angekommen, kennt meist niemanden der anderen Delegierten und muss sich mit den anderen Kulturen erst einmal vertraut machen. Viele sind zum ersten Mal beim EJP. Aus diesem Grund findet immer zu Beginn jeder Auswahlsitzung ein gruppendynamisches Kommunikationstraining statt.

Die Ziele dieses Starts in die kommenden vier Tagen sind, durch den informellen und in gewisser Weise schuluntypischen Beginn, eine angenehme, konstruktive Diskussionsatmosphäre zu schaffen und das Eis zu brechen, beziehungsweise Hemmungen zu überwinden. Außerdem ist das Teambuilding dafür da, dass die jungen Delegierten offen für neues werden, sich gegenseitig kennenlernen und Vertrauen zueinander schaffen, um so gut wie möglich in den einzelnen Ausschüssen arbeiten zu können.

Nach einer ersten großen, gemeinsamen und humorvollen Begrüßung auf dem Schulhof durch die Organisatoren dieser Auswahlsitzung, bei der alle gemeinsam gelacht haben, ging es dann in kleinen Gruppen von ca. zehn jungen Delegierten weiter. In diesen Kleingruppen lernten sich nun alle persönlich kennen und bauten Vertrauen auf, damit sie im Anschluss an das Teambuilding gut als Team zusammenarbeiten können.

Da dieses Teambuilding dynamisch ist und Spaß machen soll, wurden verschiedene Spiele zum Kennenlernen durchgeführt. Man konnte deutlich sehen, dass die noch schüchternen Jugendlichen offener und mutiger wurden und teils auch bei den verschiedenen Spielen die Initiative ergriffen. Erfahrenere verrieten uns, dass es sich nach diesem ersten Tag aufgrund der verschiedenen Kennenlernspiele anfühle als würden sich die Teilnehmer schon Monate lang kennen, obwohl sie sich das erste Mal an diesem Tag sahen. Man macht zusammen alberne Übungen und lacht. Dadurch werden Steine aus dem Weg geräumt, die für die Arbeit in den Gruppen und den späteren Debatten hinderlich wären. Aber auch die eine oder andere entdeckte Gemeinsamkeit und Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturen. Dies sind Dinge, die normal und auch sehr spannend sind, wenn verschiedene Kulturen aufeinander treffen. Man kann sehen: Hier werden sich Freundschaften finden!

Heute Abend findet noch das „EuroVillage“ statt, wozu sich alle bei einem europäischen Buffet zusammenfinden und über die Ereignisse des Tages plaudern.

[Jan Feege - Onlineredaktion; Fotos: Europäisches Jugendparlament in Deutschland e.V.]

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