Deutsche Schülerakademie - eine tolle Erfahrung!

Als mich meine Lehrerin Frau Vollmer auf die Deutsche Schülerakademie aufmerksam machte und mich für dieses Förderprogramm vorschlug, konnte ich zunächst kaum glauben, dass ich für eine Teilnahme infrage kommen würde. Umso größer waren meine Überraschung und Freude, als ich tatsächlich angenommen wurde.

Vor der Akademie hatte ich noch nie zwei Wochen fern von zu Hause mit Menschen verbracht, die ich vorher nicht kannte. Deshalb konnte ich mir kaum vorstellen, wie schnell daraus eine so tolle Gemeinschaft entstehen würde. Schon nach kurzer Zeit waren mir viele der Teilnehmenden sehr ans Herz gewachsen. Die Akademie brachte neugierige, offene und lernbereite Schüler*innen zusammen, die sich austauschten und voneinander lernten. Genau diese Gemeinschaft machte die zwei Wochen für mich zu einer unglaublichen Erfahrung.

Der Tagesablauf war klar strukturiert und bestand aus Kursen, gemeinsamen Aktivitäten und Freizeit. Zur Auswahl standen drei Kurse: Konflikt- und Friedensforschung, Softwareentwicklung sowie Materialwissenschaft und Ingenieurwesen. Eine wichtige Rolle spielten außerdem Chor und Orchester, die uns auf das Abschlusskonzert vorbereiteten.

Besonders abwechslungsreich waren die sogenannten kursübergreifenden Aktivitäten (küAs), die von den Teilnehmenden selbst organisiert wurden. Durch die unterschiedlichen Interessen und Talente entstand jeden Abend ein vielfältiges Programm – von einer Mini-Fußballweltmeisterschaft über Debattierrunden bis hin zu Tanzkursen. So konnten wir uns noch besser kennenlernen und gemeinsam besondere Erinnerungen schaffen.

Ich entschied mich für den Kurs Konflikt- und Friedensforschung. Zunächst beschäftigten wir uns mit den Grundlagen der Menschenrechte und deren Bedeutung für friedliche Gesellschaften. Außerdem analysierten wir konkrete Konflikte, insbesondere den Konflikt im Sudan, und untersuchten dessen Ursachen, beteiligte Akteure sowie gesellschaftliche und politische Folgen. Eine Concept Map half uns dabei, die verschiedenen Inhalte zu strukturieren und miteinander zu verknüpfen.

Anschließend arbeiteten wir im sogenannten Peace Building Lab an eigenen Projekten. In Gruppen entwickelten wir Ideen, wie wir selbst einen Beitrag zur Friedensförderung leisten könnten. Eine Gruppe entwickelte beispielsweise ein Brettspiel, das unterschiedliche Lebensrealitäten in verschiedenen Regionen der Welt verdeutlichen sollte. Eine andere gestaltete eine Website über Menschenrechte mit einem Quiz.

Meine Gruppe beschäftigte sich mit den Drogenkartellen in Mexiko und deren Auswirkungen auf die Bevölkerung. Da dieser Konflikt in den Medien vergleichsweise wenig Beachtung findet, wollten wir darauf aufmerksam machen. Deshalb entwickelten wir die Idee für einen Instagram-Kanal, der über den Konflikt informiert und das öffentliche Bewusstsein dafür stärken soll. Anschließend präsentierten alle Gruppen ihre Projekte den anderen Kursen und der Kurs- und Akademieleitung und erhielten wertvolles Feedback.

Neben den praktischen Projekten spielte auch wissenschaftliches Arbeiten eine wichtige Rolle. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer verfasste einen wissenschaftlichen Essay zu einer selbst gewählten Fragestellung. Ich beschäftigte mich mit der Frage, inwiefern Kriege Kinder stärker prägen als Erwachsene und welche Rolle dabei Sozialisation und die Entwicklung des eigenen Weltbildes spielen. Für die Erstellung der Essays arbeiteten wir mit Overleaf. Am Ende entstand eine Sammlung vielfältiger wissenschaftlicher Arbeiten, die unsere Ergebnisse festhielt und zugleich eine bleibende Erinnerung an die Akademie darstellt.

Ein besonderes Highlight war die Exkursion nach Straßburg. Dort hatten wir die Gelegenheit, die Europaabgeordnete Manuela Ripa im Europäischen Parlament zu treffen und Einblicke in dessen Arbeitsweise zu erhalten. Anschließend besuchten wir Saarbrücken und kamen mit Prof. Anselm Crombach ins Gespräch. Er berichtete von seiner Arbeit mit Soldatinnen und Soldaten sowie anderen Menschen mit traumatischen Erfahrungen. Seine Erklärungen zur Posttraumatischen Belastungsstörung waren besonders eindrucksvoll und halfen mir auch bei meinem Essay.

Weitere gemeinsame Erlebnisse waren eine Exkursion zu den Schlossberghöhlen in Homburg, ein Grillfest mit ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Deutschen Schülerakademie sowie unser Abschlusskonzert. Diese Aktivitäten machten die Akademie auch außerhalb der Kurse zu einer besonderen Erfahrung.

Rückblickend war die Deutsche Schülerakademie eine unvergessliche Zeit. Sie bot mir nicht nur die Möglichkeit, mich fachlich weiterzuentwickeln, sondern auch Freundschaften mit Menschen aus ganz Deutschland und dem Ausland zu schließen. Der Austausch mit gleichgesinnten und offenen Jugendlichen hat mich persönlich sehr bereichert und mir geholfen, meine Komfortzone zu verlassen. Innerhalb von nur zwei Wochen entstand eine Gemeinschaft, die sich anfühlte, als würde man sich schon seit Jahren kennen. Entsprechend emotional war der Abschied – verbunden mit dem festen Vorsatz, den Kontakt aufrechtzuerhalten und sich wiederzusehen.

Abschließend möchte ich mich herzlich bei meiner Lehrerin Frau Vollmer bedanken. Sie machte mich auf die Deutsche Schülerakademie aufmerksam, schlug mich für das Förderprogramm vor und unterstützte mich während des Bewerbungsprozesses. Ohne ihre Ermutigung hätte ich diese einmalige Erfahrung nicht machen können, wofür ich ihr sehr dankbar bin.

- Prishaa Karthikeyan (Q1)

Magdalena Li gewinnt Zonta Young Women in Leadership Award 2026

Große Freude am Landrat-Lucas-Gymnasium: Unsere Schülerin Magdalena Li (Q1) wurde am 19.02.2026 im Schloss Morsbroich mit dem Zonta Young Women in Leadership Award ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Kunstverein Leverkusen statt und wurde vom Zonta Club Leverkusen ausgerichtet; die Auszeichung ist auf Club-Ebene mit 500 Euro dotiert.

Die Jury würdigte insbesondere Magdalenas vielseitiges schulisches und außerschulisches Engagement, ihre Führungsstärke sowie ihre klare gesellschaftspolitische Haltung.

Engagement mit Wirkung

Magdalena ist Vorstandsmitglied der Schülervertretung, engagiert sich in der Schulkonferenz und im Förderverein und initiierte eine kostenlose Nachhilfe in der Mittagspause. Zudem nahm sie mehrfach am Projekt „Nie wieder now“ gegen Antisemitismus teil.

Auch außerhalb der Schule setzt sie starke Impulse: Sie gründete das Musikprojekt „Musikalische Viertelstunde“ für das Haus Upladin in Opladen, bei welchem Schüler*innen unserer Schule die Senioren mit Musik verzaubern und arbeitet am nachhaltigen Second-Hand-Start-up „SecondBuy“ gegen Fast Fashion. Perspektivisch plant sie ein Studium mit Schwerpunkt nachhaltige Geschäftsmodelle.

In ihrer Bewerbung setzte sie sich mit Themen wie Lohngleichheit, fairen Bewerbungsverfahren und einer gerechteren Verteilung von Care-Arbeit auseinander. Ein Satz aus ihrer Bewerbung beeindruckte die Jury besonders:

„Solange eine Frau in ihrem Land aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert wird, braucht die Welt Feminismus.“

Magdalena nimmt nun an der internationalen Auswahl von Zonta International teil, bei der weitere Preise in Höhe von 5.000 US-Dollar vergeben werden.

Wir gratulieren Magdalena herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung und sind stolz auf ihr herausragendes Engagement!

Christina Vollmer für die Begabungsförderung am LLG

v.l.n.r.: Leonie Staniek vom Lise-Meitner-Gymnasium, Gewinnerin Magdalena Li vom Landrat-Lucas-Gymnasium, Rayhana Kalei von der Bettine von-Arnim-Gesamtschule in Langenfeld und Luise Michaelsen von der Marienschule

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