Informationen

Informationen zum Fach Psychologie

In längst vergangenen Zeiten geschah es, dass auf unserem Planeten Menschen entstanden.
Bald darauf begannen diese Geschöpfe, sich sehr intensiv für sich selbst und füreinander zu interessieren.
Sie fragten: „Wer sind wir?“
Woher kommen unsere Gedanken? Unsere Gefühle? Unsere Handlungen?
Und wie können wir die anderen Geschöpfe, die auch hier leben, verstehen oder kontrollieren?“

Psychologie

st   Vom Vorurteil zum Urteil…. stop.

….. eine Themenauswahl:

Einführungsphase

  • Gegenstand der Psychologie
  • Erleben und Verhalten des Menschen aus verschiedenen Blickwinkeln,
    z.B.
    -die Rolle des Unbewussten;
    -die Macht der Gedanken;
    -steuern Belohnungen unser Verhalten?
  • Wahrnehmung: jeder sieht die Welt anders. Gibt es eine Welt?
  • Lernen: Lerntechniken, Gedächtnisstrategien.
  • Projekt: Wie manipuliert Werbung?

 

Qualifikationsphase 1

1. Halbjahr     Sozialpsychologie 

Wozu dienen Einstellungen (z.B. cool sein)? 
Wie kann ich meine Leistungsmotivation verbessern?
Wann /Warum sind (viele) Leute gehorsam bis zur Tötung?
Gibt es ein „Helfer-Gen“?

 

2. Halbjahr   Persönlichkeitspsychologie 

Was ist Persönlichkeit? Verschiedene Modelle als Übersicht. 
Kann man Persönlichkeit testen oder messen?
Was ist besser: verdrängen oder sublimieren?
Träume: unbewusste Wünsche oder pure Defragmentierung?

 

Qualifikationsphase 2

1. Halbjahr    Klinische Psychologie 

Therapien im Überblick:  
z.B. Psychoanalyse, verhaltenstherapeutische Methoden, Gesprächstherapie am Beispiel der Angststörung.
Wie viel Couch muss sein?

 

2. Halbjahr  

Verschiedene Menschenbilder / Paradigmen
Exemplarisch behandelt am Beispiel der Zweierbeziehung
 

 

All das wird vermittelt durch Textarbeit, kleine Experimente, Analyse von Fallbeispielen, Referate (eventuell eine Facharbeit) – sprich:

das Thema ist reizend,  deine Wahl ist

p s y c h o l o g i s c h

Schulinternen Lehrplan siehe oben unter Lehrplan.

Aktuelles

Aktuelles

Lehrplan

Schulinterner Lehrplan Psychologie

Im Folgenden finden Sie die schulinternen Lehrpläne für das Fach Psychologie:

1. Inhaltliche Vorgaben

Das Fach Psychologie umfasst einerseits die grundlegenden Sichtweisen der psychologischen Hauptströmungen (Tiefenpsychologie; Ganzheitspsychologie/Humanistische Psychologie; Behaviorismus; Psychobiologie; Kognitivismus), andererseits die Disziplinen der Wissenschaft Psychologie (Allgemeine Psychologie; Sozialpsychologie; Persönlichkeitspsychologie; Entwicklungspsychologie; Angewandte Psychologie). Im Psychologieunterricht werden alltagsnahe psychische Phänomene, Prozesse und Probleme aus der Sichtweise unterschiedlicher psychologischer Hauptströmungen in verschiedenen psychologischen Disziplinen betrachtet. Die Hauptströmungen und die Disziplinen sind zwangsläufig untrennbar miteinander verknüpft, da die einzelnen Gegenstände aus den Disziplinen aus der Perspektive einer oder mehrerer Hauptströmungen betrachtet werden.

2. Methodisches Vorgehen / Kompetenzerwerb im Psychologieunterricht

Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz werden als übergeordnete Kriterien der Unterrichtsgestaltung betrachtet Ein wesentlicher Beitrag des Psychologieunterrichts zur Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler liegt in der Stärkung der Pluralitätskompetenz. Das Nebeneinander verschiedener Paradigmen, die in der Psychologie Anwendung finden, lässt die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Erkenntnisse immer vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen und methodischer Zugangsweisen zu sehen sind (Wissenschaftspropädeutik). Bspw. kann ein Angstzustand unterschiedlich interpretiert werden: Ängste können „unbewusste Ursachen“ haben (eine tiefenpsychologische Kernannahme), die Ängste können auch aus „irrationalen Annahmen“ entstehen (kognitivistische Kernannahme) oder Ängste sind bedingt durch Vermeidung angstauslösender Situationen (behavioristische Kernannahme).2

Die Besonderheit, gleiche (psychische) Phänomene aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, verlangt von den Lernenden ein großes Maß an Offenheit und Toleranz. Die Schülerinnen und Schüler werden damit vertraut gemacht, dass in der Wissenschaft Psychologie verschiedene grundlegende Auffassungen mit unterschiedlichen Geltungsbereichen vorhanden sind, von denen keine alleinigen Wahrheitsanspruch erheben kann. Im Sinne der Sensibilisierung für Pluralität und Differenz leistet der Psychologieunterricht dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler mit dieser Verschiedenheit angemessen umgehen können und ein kritisches Bewusstsein entwickeln.

In Form eines Spiralcurriculums in verschiedenen Jahrgangsstufen sollen die Schülerinnen und Schüler die folgenden Kompetenzen nach und nach aufbauen:

 

1. Sie kennen die fünf psychologischen Hauptströmungen, und zwar

  • ihre wichtigsten Vertreter
  • die zugehörigen zentralen Modelle vom Psychischen
  • ihre wichtigsten und typischen theoretischen Konstrukte und
  • ihre grundlegenden Forschungsmethoden.

Dabei sollen sie zunehmend in der Lage sein,

  • die wissenschaftshistorische Entwicklung der fünf psychologischen Hauptströmungen (wie auch ihre Konkurrenz untereinander)
  • ihre wissenschaftstheoretischen und ethischen Implikationen sowie
  • ihre grundlegenden Menschenbildannahmen zu verstehen und kritisch zu beurteilen.

 

2. Die Schülerinnen und Schüler sollen die gelernten theoretischen Modelle auf verschiedene Phänomene in unterschiedlichen Alltagssituationen anwenden können (...).

 

3. Sie kennen die verschiedenen, für die Hauptströmungen typischen Interventionstechniken aus den Anwendungsdisziplinen der Psychologie und können diese

  • in ihren Zielsetzungen und Funktionsweisen theoretisch erklären
  • aus unterschiedlichen paradigmatischen Perspektiven beurteilen
  • ansatzweise selbständig in alltags- und schulnahen Situationen anwenden (z.B. Lerntechniken, Problemlösungsstrategien, Konflikts- und Beratungstechniken, Techniken der Angstbewältigung.

 

So erweitern sie immer mehr ihre eigenen Sozial- und Selbstkompetenzen
und zwar im Hinblick auf
 
  • Selbstreflexion, Selbstwahrnehmung und Selbststeuerung,
  • Kommunikation, Kooperation und Konfliklösung in sozialen Situationen und Systemen.

 

4. Die Schülerinnen und Schüler kennen typische psychologische Forschungsmethoden und können einzelne von ihnen exemplarisch auf psychologische Fragestellungen selbständig anwenden.(...)

 

5. Psychologisch Erklärbares ist wichtig, aber die Probleme können nicht mit den Methoden einer Wissenschaft allein bewältigt werden.

Durch Erfahrungen mit fächerübergreifenden und fächerverbindenden Unterrichts lernen sie, dass bei komplexen gesellschaftlichen Problemen (z.B. Umgang mit Minderheiten, Mobbing, Suchtverhalten, Medienwirkung usw.) zwar immer psychologisch Erklärbares mitspielt, aber dass die Probleme nicht mit den Methoden einer Wissenschaft allein erforscht, erklärt und verändert werden können.“

Bei den folgenden Links können Sie das schulinterne Curriculum Psychologie, gültig ab Abitur 2018 gegliedert nach Stufe, Unterrichtssequenzen, zu entwickelnde Kompetenzen, vorhabenbezogene Vereinbarungen als PDF-Datei einsehen.

Bei den Links oben können Sie das schulinterne Curriculum Psychologie, gültig ab Abitur 2018 (EF, Q1, Q2) gegliedert nach Stufe, Disziplinen, Paradigmen, Themen, Projekte/Beispiele/Medien, Kompetenzen als PDF-Datei einsehen. Außerdem ist das Leistungsbewertungskonzept für Psychologie am LLG verlinkt.



2 Vgl. Paffrath, G (1998): Die paradigmenorientierte Didaktik des Psychologieunterrichts. In Krampen, G. ; Zayer, H. (Hg.): Psychologiedidaktik und Evaluation I. Bonn, S. 137ff.

Fachschaft

Fachkonferenz Psychologie

Vorsitzender der Fachkonferenz Psychologie

M. Bürger

stellv. Vorsitzender der Fachkonferenz Psychologie

B. Kraus

weitere Mitglieder der Fachschaft (in alphabetischer Reihenfolge)

K. Heckers

L. Hoffmann

Lernmittel im Fach Psychologie

Riemann: Grundformen der Angst

Elliot Aronson: Sozialpsychologie

Assessment Center

Von der Auftragsklärung bis zur Qualitätssicherung; K. Sünderhauf, S. Stumpf, S. Höft (Hrsg.), Pabst Science Publishers, ISBN 3-89967-181-3

Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung II

DSM-IV Handbuch der Differentialdiagnosen

Gerald C. Davison / John M. Neale / Martin Hautzinger: Klinische Psychologie

Grundwissen Psychol. - Sekundarstufe II

Lernmittel

Lernmittel im Fach Psychologie

Riemann: Grundformen der Angst

Elliot Aronson: Sozialpsychologie

Assessment Center

Von der Auftragsklärung bis zur Qualitätssicherung; K. Sünderhauf, S. Stumpf, S. Höft (Hrsg.), Pabst Science Publishers, ISBN 3-89967-181-3

Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung II

DSM-IV Handbuch der Differentialdiagnosen 

Gerald C. Davison / John M. Neale / Martin Hautzinger: Klinische Psychologie

Grundwissen Psychol. - Sekundarstufe II